Traditionen + Transformationen in Kunst und Kirche
Der „Aschermittwoch der Künste“ ist das jährliche Forum für den Dialog zwischen Kirche und Kunst in der Landeskirche Hannovers. Es will allen an diesem Austausch Interessierten im Raum der Landeskirche einen Raum für Begegnung und neue Impulse bieten.

In diesem Jahr findet der Aschermittwoch der Künste zum 9. Mal statt und ist damit schon fast zu einer Tradition geworden. In den vergangenen Jahren hat die Zusammenarbeit zwischen dem Haus kirchlicher Dienste, dem Präsidenten des Landeskirchenamtes und der Hanns-Lilje-Stiftung zur Bedeutung der Veranstaltung wesentlich beigetragen.



Inhaltlich und organisatorisch vorbereitet wird der Aschermittwoch der Künste vom Haus kirchlicher Dienste/Hannover; hier dem Fachgebiet Kunst und Kultur.

Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtete:    Zum Bericht

Die "Hannoverscher Neue Presse" berichtete:             Zum Bericht


Diesjähriger Veranstaltungsort ist die Markuskirche in Hannover, bekannt durch ihre rege Kunst- und Kulturarbeit. Neben dem reichen Erfahrungsschatz, der dort vorzufinden ist, halten wir diesen Kirchenraum in seiner 100jährigen Geschichte und gestalterischen Flexibilität für besonders geeignet, um unser diesjähriges inhaltliches Konzept angemessen zur Wirkung bringen zu können.

Einladungskarte und Programm des Aschmittwochs finden Sie:
am Ende dieses Textes

Anmelden für die Teilnahme 2007 können Sie sich hier:
am Ende dieses Textes

Das diesjährige Programm:
Im Anschluss an Begrüßung, Grussworte und Impulsreferat der Landesbischöfin Dr. Käßmann wird die Performance des Künstlers Joseph Semah stattfinden. Semah hat sich als Thema das Motiv der „Asche“ in Verbindung mit der beginnenden christlichen Passionszeit ausgewählt. Angedacht ist hier auch eine Verbindung zu dem Gedicht „Die Todesfuge“ von Paul Celan. Hier sind u.a. auch Verbindungen zur Markuskirche gesetzt, bei der im Jahr 2006 zum 100jährigen Bestehen der Gemeinde das jüdisch-christliche Gespräch und gemeinsame Erbe und auch gerade der Dichter Paul Celan zur Vergegenwärtigung kam. Die Arbeitsweise von Joseph Semah, seine kreative Verbindung unterschiedlichster philosophischer und religiöser Denkansätze und Traditionen, seine von ihm bevorzugten Materialien und Arbeitsformen, die auch für Next Year in Jerusalem relevant sein werden, werden sich bei dieser künstlerischen Performance zeigen.

Direkt im Anschluss daran wird Raum sein für Fragen und Assoziationen zu dem Gesehenen und Wahrgenommenen.

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung in diesem Jahr vom Schlagzeuger Dennis Frehse.

Beschlossen wird die Veranstaltung mit gemeinsamen Essen (ebenfalls im Kirchenraum der Markuskirche) und ausreichend Zeit für Begegnung und Austausch.

Offiziell soll die Veranstaltung von 11.15 Uhr – 14.30 Uhr dauern.

 Der Aschermittwoch der Künste versteht sich in diesem Jahr auf eine weitere Weise eingebunden in die kirchliche Kunst- und Kulturarbeit:

Es wird bei diesem Aschermittwoch hingewiesen auf das größer angelegte Kunst-Kirche-Projekt 2007 „Next Year in Jerusalem“, das mit großzügiger Förderung der Hanns-Lilje-Stiftung und der niedersächsischen Lottostiftung vom Haus kirchlicher Dienste und dem Gerhard-Marcks-Haus von April bis Juni 2007 zeitgleich in 12 Kirchenräumen der Landeskirche stattfinden wird.

Für jede Kirche wird der jüdische Künstler Joseph Semah eine eigene Installation anfertigen, die sich mit der Frage der Repräsentation von  jüdischen und christlichen Traditionen und Symbolen und besonders dem interreligiös und interkulturell bleibend aktuellen Thema „Jerusalem“ beschäftigt.

Bischöfin Käßmann/Aschermittwoch 2007 Foto: IPS
Bischöfin Käßmann in ihrer Rede: "...Die Theologie ist niemals die einzige Sprache des Glaubens. So oft ist es die Poesie. Und noch viel öfter die Musik, die bildende Kunst, die Farbe. Glaube wird mit allen Sinnen wahrgenommen".

Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers - Archivstr. 3 - 30169 Hannover