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| Antje Blumenstein i.d. Kirche von Altfriedland. ©: A. Blumenstein |
In diesem Sommer wird es zum zweiten Mal eine Brandenburgische Kirchen-Kunst-Route geben. Nach der Uckermark ist diesmal das Oderbruch der Ort des Geschehens. Acht Kirchen wurden im Auftrag des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg ausgewählt, um einen Sommer lang als Galerieraum für jeweils einen Künstler zu fungieren.
Link zum Veranstalter und die Homepage dieses Projektes:
Petermichael Metzler. Künstlerische und organisatorische Leitung.
Die Märkische Oderzeitung vom 8. Juli berichtete ausführlich:
"... Es gab eine Zeit, da galt die Kirche als ,Mutter aller Künste'. Doch spätestens mit der Epoche der Aufklärung haben sich die Kinder selbstständig gemacht und ihre dienende Funktion aufgegeben", sagt Petermichael Metzler, der künstlerische und organisatorische Leiter des Projektes "Brandenburgische Kirchen-Kunst-Route". Und auch die Kirche habe zum Teil noch immer Schwierigkeiten, sich auf das Wagnis einzulassen, moderne Kunst in die historischen Räume zu integrieren.
Gelungen ist es dennoch. Acht offene Kirchen im Oderbruch hat Petermichael Metzler gefunden, die sich einen Sommer lang darauf einlassen, als Ausstellungsort für jeweils einen Künstler zu fungieren: In Altfriedland, Bliesdorf, Gusow, Kienitz, Neuhardenberg, Neutrebbin, Ortwig und Sietzing werden Kunst und Kirchenräume dabei aufeinander einwirken. Einerseits werde durch die Kunst die Kirche nicht zum Museum, sagt Metzler. Andererseits stehen die Werke in einer Kirche nicht für sich, wie es in einer typischen Galerie der Fall wäre. Aus Metzlers Sicht macht das einen Teil des besonderen Reizes dieser Kirchen-Kunst-Route aus. "Die Werke setzen sich mit der spezifischen Atmosphäre jener Räume auseinander, die in erster Linie Ort des Gottesdienstes einer christlichen Gemeinde sind", so Metzler. Der institutionell gebundene Geist werden auf den "frei schwebenden" Geist der Künstler treffen. Die Erwartungshaltung werde durchbrochen, auf zeitgenössische Kunst vor allem in Museen oder Galerien zu treffen, während in Kirchen typischerweise jene dienenden Bildwerke der Vergangenheit auf die Besucher wirken. "Vielleicht werden einige der Objekte auf den ersten Blick sogar als störend empfunden. Sie beschädigen die gewohnte Harmonie. Aber sie zwingen uns auch, genauer hinzuschauen, den scheinbar vertrauten Ort neu wahrzunehmen...."
Die Kirchenkunstroute ist noch bis zum 14. September (Tag des offenen Denkmals) zu sehen.
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| Inge Mahn i.d. Kirche von Neutrebbin. ©: I. Mahn |