Zum 4. Golden Apricot Internationalen Film Festival, das vom 9.-14. Juli 2007 in der armenischen Hauptstadt Yerevan stattfand, war erstmals auch eine Oekumenische Jury eingeladen. Dabei wurde die Internationale Kirchliche Filmorganisation INTERFILM von Hans Hodel (Schweiz) und die Katholische Welt-Vereinigung für Kommunikation SIGNIS von Peter Malone (Australien/England) vertreten. Im Einvernehmen mit dem Katholikos der Armenisch Apostolischen Kirche Karekin II nahm Fr.Rev. Gevork Saroyan für die Armenische Kirche Einsitz in der Jury. Beurteilt wurde von ihr das Programm "Armenisches Panorama", welches aus über zwanzig Dokumentar-, Spiel- und Animationsfilmen ganz unterschiedlicher Länge bestand.
 
Einstimmig zeichnete sie mit ihrem Preis den berührenden und herausragenden Dokumentarfilm "Eine Geschichte von Menschen in Krieg und Frieden" von Vardan Hovhannisyan aus. Der Regisseur begleitete 1994 während fünf Tagen einige Widerstandskämpfer an der Grenze zu Aserbeidjschan und suchte diese zehn Jahre später auf, um herausfinden, wie sie die traumatischen Erfahrungen des Krieges verarbeitet haben. Daraus ist ein eindrücklicher Kommentar über Krieg und Frieden geworden. Eine lobende Erwähnung ging an das Fernseh-Feature "Screamers" der britischen Regisseurin Carla Garapedian, in dessen Mitttelpunkt die amerikanischen Rock-Band "System of a Down" auf ihrer Konzertreise durch Europa steht. Die Mitglieder der Band und deren Familien sind betroffen von dem an den Armeniern 1915 verübten Genocid und fordern mit ihre Konzerten die Erinnerung an die zahlreichen Völkermorde der jüngsten Geschichte ein. Ein engagierter und bewegender Beitrag zu einer aktuellen Debatte.


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