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26.01.2006
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"Waiting for the Clouds" (GR/TR/F/D 2005) OmU

26.01.2006, 20:00 Uhr, Kino am Raschplatz

Thema: Nation / Identität

Anschließendes Gespräch mit dem Sozialwissenschaftler Dr. Dursus Tan, Universität Oldenburg

Moderation: Pastor Dietmar Adler

Die 60-jährige Ayshe lebt seit Kindertagen in einem anatolischen muslimischen Fischerdorf. Der Tod ihrer älteren Schwester und die Ankunft eines Fremden aus Griechenland wecken in ihr die Frage nach der eigenen Identität wach – Erinnerungen an die eigene verborgen gehaltene Herkunft – sie ist die Tochter orthodoxer pontischer und in der Türkei lebender Griechen. Sie zieht sich aus der Dorfgemeinschaft zurück – sehr zum Kummer ihres "Wahlenkels" Mehmet, der so gern ihren Geschichten lauscht – und begibt sich auf die Suche nach ihrem Bruder, der als Kind nach Griechenland deportiert wurde.


"Lost and Found" (SCG, EST, RO, BG, H, BA 2004)
PDF-Datei zum Herunterladen

(Erstaufführung, teilweise OmU)

01.02.2006, 19:00 Uhr, Kommunales Kino im Künstlerhaus

Thema: Osteuropa

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung von "Hoffnung für Osteuropa"

Anschließendes Gespräch mit Katrin Klingan/Relations e.V., Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes, Osteuropa-Fachmann OKR Reiner Rinne, EKD Hannover

Moderation: Dr. Julia Helmke

LOST AND FOUND ist ein Filmprojekt, für das sechs junge Filmemacher aus dem östlichen Europa jeweils einen Kurzfilm zum Thema "Generation" verwirklicht haben. Aus diesen sechs Kurzfilmen entstand ein abendfüllender Kinofilm - fünf der Kurzfilme (vier Kurzspielfilme und ein Kurzdokumentarfilm) werden von dem sechsten Film, einer eigenständigen Animations-Geschichte, visuell und dramaturgisch verbunden. Das Projekt spiegelt ein neues Selbstverständnis junger Filmemacher in Mittel- und Osteuropa wider. Traditionen und nationale Geschichte werden anders betrachtet und filmisch neu erzählt, ohne dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern nivelliert werden.


"Memories of Rain – Szenen aus dem Untergrund” D/ZA 2003 (OmU)

06.02.2006, 19:30 Uhr, Kino am Raschplatz

Thema: Südafrika/Weltgebetstag

Anschließendes Gespräch mit den Regisseurinnen Angela Mai, Stuttgart, und Gisela Albrecht, Berlin, Kulturwissenschaftlerin und Theologin Dr. Ulrike Auga, Berlin

Moderation: Dr. Julia Helmke

Memories of Rain erzählt die Geschichte von Jenny Cargill und Kevin Qhobosheane. Sie stammt aus der weißen, er aus der schwarzen Welt Südafrikas. Beide haben in führender Position beim Nachrichtendienst des bewaffneten Flügels des African National Congress (ANC) gegen den Apartheidstaat gekämpft. Es ist die Geschichte von im Exil verbrachtem Leben. Der Film zeigt die Ziele der beiden und die Mühe, die es kostet, die Ideale in der Konfrontation mit den dunklen Seiten eines militärischen Konflikts aufrecht zu erhalten.


"Klang der Ewigkeit” (Erstaufführung, D 2005)

15.03.2006, 19:00 Uhr, Kommunales Kino im Künstlerhaus

Thema: Musik-Theologie

Anschließendes Gespräch mit Regisseur Prof. Bastian Clevé und dem Bach-Experten Dr. Jochen Arnold, Michaeliskloster Hildesheim

Moderation: Dr. Julia Helmke

Die cineastische Form der 27 Kurzfilme orientiert sich an der 27-teiligen musikalischen Struktur der h-Moll-Messe, beginnend mit dem "Kyrie Eleison" ("Herr erbarme Dich unser") und endend mit "Dona nobis pacem" ("Gib uns den Frieden"). Jeder einzelne der 27 kurzen Filme ist ein in sich abgeschlossenes Werk. Eine "sprachlose" Meditation über die Existenz, über den Kreislauf des Lebens, über das Weltliche, das Geistliche und Unerklärliche; Ehrfurcht und Achtung, Inspiration und Emotionalität. Zwei offene Fragen: Geht das – Bach, den "fünften Evangelisten", in Bilder zu übersetzen und inwieweit vermittelt ein verfilmter Bach einen Zugang, ein Erleben vom Glauben an Gott.


"Geh und Lebe” (F/IL 2004) (Erstaufführung, OmU)

27.03.2006, 19:30 Uhr, Kino am Raschplatz

Thema: Religion und Identität

Anschließendes Gespräch, Moderation: Pastor Dietmar Adler

Eine Mutter trennt sich von ihrem neunjährigen Sohn, damit er überleben kann. Sie, eine äthiopische Christin, schickt ihn als jüdischen Jungen mit jüdischen Äthiopiern nach Israel. Dort muss er seine Wurzeln verleugnen und eine neue Identität annehmen, um in der neuen Umgebung sein zu dürfen. Ab jetzt wird er Salomon heißen, Schlomo genannt.
In der fremden Umgebung ist er zunächst sehr allein. Eine weiße Familie adoptiert ihn und bemüht sich um sein Vertrauen. Schließlich lässt er sich auf diese Menschen ein, sein Geheimnis behält er jedoch für sich. Er wächst auf mit der Angst, das Land verlassen zu müssen, wenn jemand erfährt, dass er kein Jude ist. Schlomo lernt leben und lieben. Doch die Last seines Geheimnisses begleitet ihn.

Mit der «Operation Moses» wurden Mitte der 80er Jahre Tausende von äthiopischen Juden vom israelischen Geheimdienst aus dem Sudan geholt. Der rumänisch-stämmige Regisseur Radu Mihaileanu, bekannt geworden durch seine Komödie "Zug des Lebens", nimmt die spektakuläre Aktion als Ausgangspunkt seiner Geschichte vom Schicksal eines Menschen, der sich verstellen muss, um leben zu können.

Weiteres Programm folgt ab April 2006

Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers - Archivstr. 3 - 30169 Hannover