Bei der Medienarbeit im Haus kirchlicher Dienste Hannover gibt es seit Juni 2009 folgende Neuerwerbungen (weitere Infos zu den Filmen finden Sie hier): Eisenfresser - Ironeaters Red Rabbit Willkommen bei den Sch'tis Das weiße Band - eine deutsche Kindergeschichte Die Vorstadtkrokodile Gran Torino John Rabe Der seltsame Fall des Benjamin Button WALL-E - der Letzte räumt die Erde auf Wolke 9 Ältere Anschaffungen: Schnäbi The Danish Poet - Eine Liebesgeschichte Im Tal von Elah Persepolis Saint Jacques - Pilgern auf Französisch Schmetterling und Taucherglocke Blöde Mütze Die Farben des Paradieses (Rang-e khoda) Kirschblüten - Hanami Leroy Die Welle Weitere Filme im Verleih (Auswahl):
Shaheen Dill-Riaz, Deutschland 2007
85 Min., f., Dokumentarfilm, FSK: ab 12
Jahr für Jahr ziehen verarmte Bauern aus dem Norden Bangladeschs in den Süden des Landes, um auf den Abwrackwerften für ausrangierte Ozeanriesen zu arbeiten. Sie schuften unter härtesten Bedingungen und warten oft vergeblich auf ihren ohnehin viel zu geringen Lohn.
Egmont Mayer, Deutschland 2007
8 Min., f., Animationsfilm, ab 14
Ein Mann versucht ein riesiges Kaninchen in seiner Wohnung zu verstecken. Was sich als nicht so einfach erweist, da die Nachbarin zu allem Überfluss noch Gefallen an ihm findet. Es wird immer schwieriger, bis er feststellen muss, dass auch die Nachbarin ein Geheimnis hinter ihrer Wohnungstür verbirgt.
Slumdog Millionär
Danny Boyle, Großbritannien 2008
115 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
Der Moderator der Quizshow "Wer wird Millionär?" in Mumbai kann seinen Gast nicht leiden. Jamal kommt von der Straße, und dennoch hat er bislang jede der Fragen beantworten können. Nur noch eine Fragerunde und eine Nacht trennen den jungen Mann von der Chance, den Hauptpreis von 20 Millionen Rupien zu gewinnen
Dany Boon, Frankreich 2008
106 Min., f., Spielfilm, FSK: o.A.
Philippe Abrams ist seit vielen Jahren Leiter einer Postfiliale im Hinterland von Marseille, wo er mit seiner Frau Julie und seinem Sohn Raphael lebt. Julie möchte in eine schönere Gegend ziehen, worauf sich Philippe um einen der begehrten Leitungsposten am Mittelmeer bemüht, indem er sich als Behinderter im Rollstuhl ausgibt. Denn dies verbessere seine Chancen, behauptet er. Doch der Betrug fliegt auf und Philippe wird zur Strafe für zwei Jahre nach Bergues im äußersten Norden Frankreichs versetzt. Die Region Nord-Pas-de-Calais gilt bei den Südfranzosen als kalt und unwirtlich, die Bewohner als eher rustikal und etwas beschränkt, und das dort gesprochene Ch'ti ist schwer verständlich
ab 12 DVS 225
Michael Haneke, Deutschland/Österreich/Frankreich/Italien 2009
138 Min., sw., Spielfilm, FSK: 12, Oskar-Nominierung
Ein Dorf im Norden Deutschlands im Jahr 1913/14. An oberster Stelle der Dorfhierarchie stehen der adelige Gutsherr, der Arzt und der Pastor, welcher seine Kinder für das kleinste Vergehen zur Strafe ein weißes Band tragen lässt. Der Dorffrieden wird durch mysteriöse Ereignisse gestört: zu Beginn erleidet der nach außen hin kinderliebe und freundliche Arzt einen durch einen gespannten Draht absichtlich herbeigeführten Unfall. Der Sohn des selbstgerechten Gutsherren wird entführt und der behinderte Sohn der Hebamme schwer misshandelt. Diese Bestrafungen nehmen allmählich einen rituellen Charakter an. Stecken die Kinder und Jugendlichen des Dorfes dahinter, die ihre eigene Erziehung in diesen Taten widerspiegeln?
Christian Ditter, Deutschland 2008
93 Min., f., Spielfilm, FSK: 6
Neuverfilmung des Romans von Max von der Grün. - Hannes droht in die Tiefe zu stürzen. Nur dank dem querschnittsgelähmten Kai, der den an der Regenrinne hängenden Hannes durch sein Teleskop beobachtet und geistesgegenwärtig die Feuerwehr alarmiert, kommt der Zehnjährige noch einmal mit dem Schrecken davon. Kai würde gerne zu Hannes' Bande, den Vorstadtkrokodilen, gehören - doch die Mehrzahl der anderen Mitglieder ist dagegen, einen Spasti aufzunehmen.
Clint Eastwood, USA 2008
112 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
Walt Kowalski ist ein verbitterter alter Kriegsveteran. Mittlerweile ist seine Frau verstorben, ebenso wie die meisten seiner weißen Nachbarn. In der Nachbarschaft wohnen nun Migranten aus Südostasien, sein ehemals so geliebtes Viertel ist zudem bevölkert von Afrikanern, Latinos und anderen Ausländern. Er verabscheut diese Menschen, wie auch die gesamte jüngere Generation, die sich ihm und anderen Dingen gegenüber respektlos verhält. Als der schüchterne Nachbarsjunge Thao eines Nachts versucht, Kowalskis geliebtes Auto, den Gran Torino, zu stehlen, verändert dies sein gesamtes Leben.
Florian Gallenberger, Deutschland/Frankreich/China 2009
134 Min., f., Spielfilm, FSK 12
Der Hamburger Kaufmann John Rabe ist deutscher Siemens-Repräsentant in der chinesischen Hauptstadt Nanking. Bei der Invasion der japanischen Truppen setzt er sich rückhaltlos für den Schutz der chinesischen Zivilbevölkerung, unter der die Invasoren grausam wüten, ein. Gemeinsam mit einem jüdischen Diplomaten, einem amerikanischen Arzt und einer französischen Lehrerin richtet er eine unabhängige Schutzzone für die Bevölkerung ein, die Tausenden das Leben rettet.
David Fincher, USA 2008
159 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
Nach einem Roman von F. Scott Fitzgerald (1922). New Orleans, 1918. Das Aussehen seines eben geborenen Sohnes Benjamin stößt Vater Button derart ab, dass er das schwächliche Baby mit der Physis eines über 80-Jährigen vor einem Altenpflegeheim ablegt, wo es von der dort arbeitenden Queenie liebevoll aufgenommen wird. Benjamin wächst fast normal unter den Alten heran - außer dass er eben jünger wird statt zu altern.
Andrew Stanton, USA 2008
98 Min., f., Animationsfilm, FSK: o.A.
Tagein, tagaus fährt der kleine kastenförmige Roboter auf der Erde durch immense Schrottberge, sammelt interessante Gegenstände und stampft den unbrauchbaren Rest ein. Gesellschaft leistet der Müllsortiermaschine vom Typ WALL-E dabei nur eine Kakerlake. Die Menschen haben den zugemüllten Planeten schon vor 700 Jahren verlassen und sind auf ein Raumschiff umgesiedelt. Allerdings haben sie bei ihrer Abreise vergessen, den letzten Roboter abzuschalten. Seither verrichtet WALL-E zuverlässig die Arbeit, für die er programmiert wurde.
Andreas Dresen, Deutschland 2008
99 Min., f. Spielfilm, FSK: 12
Eine Frau, die auf die 70 zugeht, trennt sich nach Jahrzehnten von ihrem Ehemann, mit dem sie in einer zwar liebevollen, aber festgefahrenen Beziehung ein bescheidenes Rentnerdasein führte, um mit einem anderen Mann spätes Liebesglück zu erfahren. - Ein ebenso radikales wie ergreifendes Meisterwerk mit vorzüglichen Darstellern, die das Tabuthema 'Sexualität im Alter' mit großer Natürlichkeit, ohne Scheu und Hemmungen angehen.
Felix
John and Karen
New Boy
Spielzeugland
Über Wasser
Waltz with Bashir
Ben X
Das Beste kommt zum Schluss
Good night, and good luck. Ihre Waffe war die Wahrheit
Happy-Go-Lucky
Krabat
Lilly unter den Linden
Novemberkind
KURZ-/DOKUMENTARFILME
Böse Bilder
Stefan Schaller, Deutschland 2007
30 Min., f., Kurzspielfilm, FSK: LEHR
Der Außenseiter Jonas hat außer Lukas nur wenige Freunde. Besonders gemein zu ihm ist Christian, ein stärkerer Mitschüler. Als sich dieser beim Sport verletzt, nutzen Jonas und Lukas seine Schwäche aus und erteilen ihm eine Lektion. Doch das reicht ihnen nicht. Sie erniedrigen Christian und halten ihre Taten mit der Handykamera fest. Die Spirale der Gewalt dreht sich unaufhaltsam weiter. Am Ende werden alle sowohl Opfer als auch Täter sein.
Außenseiter, Gewalt/Gewaltlosigkeit, Jugend, Mobbing
Bemerkung: Publikumspreis Highlights 2007
ab 12 DVK 258
Luzius Wespe, Schweiz 2008
13 Min., f., Kurzspielfilm, FSK: LEHR
Der vierzehnjährige Leander verliebt sich in die schöne Martina, die ihm geduldig Geometrie erklärt; ihn faszinieren allerdings ihre körperlichen Reize mehr als der Satz des Pythagoras. Doch die Mitschüler machen beiden das Leben schwer. Sie bringen Leander in eine peinliche Situation, als sie ihn zwingen wollen, seine Männlichkeit in Zentimetern unter Beweis zu stellen.
Identität/Entfremdung, Jugend, Sexualität
Bemerkung: Wahlweise deutsche und schweizerdeutsche Fassung.
ab 12 DVK 260
Torill Kove, deutsche Fassung: Dr. Barbara Kamp (FWU), Deutschland 2008
2 x 15 Min., f. Animationsfilm, FSK: LEHR
Eine junge Frau erzählt eine skurrile Geschichte über Beziehungen und Zufälle, an deren Ende sich schließlich ihre Eltern kennen gelernt haben. - Vor Jahren verliebte sich ein dänischer Dichter in eine schöne Frau aus Norwegen, die schon einem anderen versprochen war. Es dauert lange, bis die beiden zueinander kommen, doch als es endlich so weit ist, können sich auch die Eltern der jungen Frau begegnen.
Liebe, Schicksal
Bemerkung: Oscar 2007 als "Bester animierter Kurzfilm" Deutsche und englische Filmfassung
ab 10 DVK 262
SPIELFILME
Paul Haggis, USA 2007
122 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
18 Monate kämpft Mike Deerfield im Irak, überlebt den Krieg, wird aber nach seiner Rückkehr in die Heimat plötzlich vermisst. Mikes Vater, Hank Deerfield stellt an Mikes Armeestützpunkt in New Mexico Nachforschungen an, um das rätselhafte Verschwinden seines Sohnes aufzuklären. Mit Unterstützung von Detective Emily Sanders kommt er einem Netz aus Korruption und Lügen auf die Spur. - Nach einer wahren Begebenheit.
Krieg, Militär, Spielfilme, Zeitgeschichte
Bemerkung: Ca. 68 Min. Special Features
ab 14 DVS 195
Vincent Paronnaud, Frankreich 2007
94 Min., f. und sw., Animationsfilm, FSK: 12
Animationsfilm nach den Comicbänden der iranischen Künstlerin Marjane Satrapi: 1979 wird der Schah aus dem Iran vertrieben, doch es kommt nicht wie geplant zu einer iranischen Republik, stattdessen reißen die Mullahs die Macht an sich. Die pfiffige 8-jährige Marjane muss miterleben, wie sie und ihre Familie, die zuvor im Kampf gegen den Schah noch auf der Seite der Revolutionäre standen, nun von funktionalistischen Führern unterdrückt werden. Viele landen im Gefängnis, das Kopftuchtragen wird für Frauen zur Pflicht, die Islamische Revolution trägt ihre Früchte. Als Jugendliche leistet Marjane auf ihre Weise Widerstand - mit Rockmusik und frechen Sprüchen. Die rebellische Ader ihrer Tochter veranlasst Marjanes Eltern dazu, sie nach Wien ins Exil zu schicken. Eigentlich soll Marjane hier bei einer Freundin ihrer Mutter unterkommen, doch schon nach wenigen Tagen landet sie in einem katholischen Internat. Hier freundet sie sich schnell mit den anderen Außenseitern an, kommt mit den verschiedenen Subkulturen in Kontakt, wird ein wenig zum Punk und ein wenig zum Hippie, brütet aber dennoch stets auch über ihren iranischen Wurzeln. Und als sich dann auch noch Probleme in Liebesdingen dazugesellen, beschließt Marjane endgültig, in ihre vom Krieg gebeutelte, immer noch unfreie Heimat zurückzukehren.
Diktaturen, Freiheit/Abhängigkeit, Geschichte, Gesellschaft/Staat, Jugend, Krieg, Literaturverfilmung, Macht/Unterdrückung, Spielfilme, Zeitgeschichte
ab 16 DVS 185
Coline Serreau, Frankreich 2005
110 Min., f., Spielfilm, FSK: 6
Nachdem die drei Geschwister Clara, Claude und Pierre per Post über das Ableben ihrer Mutter informiert wurden, finden sie sich beim Notar ein. Doch über den letzten Willen ihrer verstorbenen Mutter sind die Drei wenig erfreut. Diese hat verfügt, dass ihren zerstrittenen Kindern das Erbe nur zufällt, wenn sie sich gemeinsam zum Pilgern aufmachen. Die möglichen potentiellen Erben können sich weder vorstellen, sich für zwei Monate auf Schusters Rappen zum christlichen Wallfahrtsort zu quälen, noch eine so lange Zeit überhaupt miteinander zu verbringen. Doch letztlich machen sich die griesgrämige Lehrerin Clara, der Workaholic Pierre sowie der langzeitarbeitslose Alkoholiker Claude angetrieben vom lockenden Geldregen auf den Weg. Mit in ihrer Pilgergruppe sind Mathilda, die sich nach einer Chemotherapie auf einer Sinnsuche befindet, zwei junge Mädchen, die die Wandertour geschenkt bekommen haben, sowie Saïd, der sich in eine der beiden verguckt hat, und sein naiver Cousin Ramzi, der glaubt, an einer Pilgerreise nach Mekka teilzunehmen. Für die meisten wird die Reise zur Tortur. Alle haben sie viel zu viel Gepäck und die Gruppe hat anfangs große Mühe, sich zusammen zu finden. Vor allem unter den drei Geschwistern kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen. Aber kalte Duschen und Blasen an den Füßen fördern das Wir-Gefühl. Der Weg nach Santiago de Compostela ist lang und die Reise dahin voller überraschender Einsichten und Veränderungen.
Hoffnung, Länder/Städte/Reisen, Sinnfrage, Spielfilme, Vergebung/Versöhnung
ab 12 DVS 194
Julian Schnabel, USA / Frankreich 2007
112 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
Der Film erzählt die Leidensgeschichte des Chefredakteurs der französischen Ausgabe der Zeitschrift Elle, Jean-Dominique Bauby, vorwiegend aus dessen Perspektive. Er wird im Jahr 1995 durch einen Schlaganfall im Bereich des Hirnstamms gelähmt; er leidet seitdem am sogenannten Locked-in-Syndrom und kann nur noch ein Auge bewegen. Die Therapeutin Henriette Durand erarbeitet mit ihm eine Kommunikationsmöglichkeit über eine ABC-Tafel, auf der die Buchstaben in der Reihenfolge der häufigsten Benutzung in der französischen Sprache notiert sind. Sie liest ihm die Buchstaben vor und sobald der richtige Buchstabe genannt ist, zwinkert Bauby mit seinem Auge. Zunächst will Bauby jedoch nicht kommunizieren, er will nur möglichst schnell sterben und aus seinem Leben in einer "Taucherglocke" befreit werden. Eine Logopädin trainiert mit ihm, um ihn zur Sprache zurückzuführen; die Fortschritte sind jedoch äußerst klein. Die beiden Therapeutinnen bewirken aber, dass Bauby mit seiner Situation einen neuen Weg seines Lebens beschreitet. Bauby erkennt, dass ihm einzig seine Fantasie und seine Erinnerungen geblieben sind und beschließt mit seiner neuen Kommunikationsmethode seine Memoiren zu schreiben. Buchstabe für Buchstabe diktiert er sein Buch und reflektiert sein Leben und seine Beziehungen zu den Menschen, die ihm nahe stehen.
Gesundheit/Krankheit, Lebensqualität/Lebensstil, Sinnfrage, Spielfilme, Sterbebegleitung/Sterbehilfe, Sterben/Tod
ab 16 DVS 198
Johannes Schmid, Deutschland 2006
91 Min., f., Spielfilm, FSK: 6
Das Leben kann verdammt kompliziert sein. Vor allem, wenn man mitten im Schuljahr umziehen muss. Trotzdem hätte der zwölfjährige Martin nicht gedacht, dass plötzlich soviel mit ihm passiert. Die Baseballkappe, die ihm sein Vater mal geschenkt hat, bietet einen guten Schutz. Er trägt sie fast immer. Oliver aus der neuen Klasse nennt ihn sofort nur noch "Blöde Mütze". Nicht ganz ohne Grund, denn Martin hat ihn beim Klauen erwischt und aus Versehen verpetzt. Klar, dass Oliver da sauer auf ihn ist. Eigentlich denkt Martin aber vom ersten Tag an vor allem an Silke. Die merkt das und freut sich darüber, aber sie mag auch Oliver. Da beginnt Martin, von dem seine Mutter gerne sagt, er sei eher der "stille Typ", zu kämpfen: um Silke, gegen Oliver - und schließlich um seine Freundschaft zu beiden. -- Extras: Ausschnitte aus dem Kindercasting, Bildergalerie, Filmmusik.
Freundschaft, Kinder
Bemerkung: Extras: Ausschnitte aus dem Kindercasting, Bildergalerie, Filmmusik.
ab 10 DVS 200
Majid Majidi, Iran 1999
89 Min., f., Spielfilm, FSK: 6
Mohammad ist blind und geht in die Blindenschule - fernab von seinem Heimatdorf. Nur in den Ferien wird er bei seiner Familie sein, seiner Schwester, der Großmutter und dem Vater. Mohammads Mutter lebt nicht mehr. Die Ferien beginnen und ein aufgeregtes Treiben füllt den Schulhof. Die Kinder werden nach und nach von den Eltern abgeholt. Zuletzt bleibt Mohammad übrig. Allein muss er auf seinen Vater warten. Als der Vater kommt, merkt man schnell, dass für Mohammad in seinem Leben eigentlich kein Platz ist. Am liebsten würde er den Jungen während der Ferien in der Schule lassen. Aber das geht nicht und so beginnt ein beschwerlicher Weg in das Heimatdorf. Während sich die Großmutter und die Schwester freuen, dass Mohammad zu Hause ist, überlegt der Vater, wie er ihn anderweitig unterbringen kann. Er möchte wieder heiraten und ein blinder Sohn ist da im Wege. Die Scham des Vaters führt zu einer schrecklichen Katastrophe. Als er Mohammad vom Zimmermann abholt und nach Hause nehmen will und sie dabei eine Brücke überqueren, stürzt diese ein und Mohammad in den Fluss. Nach einem Zögern springt der Vater nach, kann seinen Sohn im Wasser nicht finden, gerät selbst in die Strömung und wird bewusstlos an den Strand gespült. Er wacht auf und findet den reglosen Körper seines Sohnes. Jetzt endlich nimmt er Mohammad zärtlich in den Arm. Nachdem der Vater das Geräusch eines Vogels hört, kommt Mohammad zu sich. "Die Farben des Paradieses" kann Mohammad nicht sehen - aber er kann sie spüren - mit Händen, Füßen, Ohren, Nase, Mund.
Armut/Reichtum, Behinderte Menschen, Dritte Welt 02: Asien, Dritte Welt 07: Kinder, Kinder, Kindermedien, Spielfilme
Bemerkung: Auf der DVD befindet sich auch eine Hörfilmfassung für Blinde.
ab 10 DVS 202
Doris Dörrie, Deutschland 2007
122 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
Rudi und Trudi (Elmar Wepper und Hannelore Elsner), ein Ehepaar, dessen Kinder aus dem Haus sind, leben in stiller Harmonie in Weilheim. Nur Trudi weiß, dass ihr Mann an Krebs im Endstadium leidet. Der Arzt schlägt ihr eine letzte gemeinsame Unternehmung vor. Nach einem Besuch bei Kindern und Enkelkindern in Berlin reist das Ehepaar weiter an die Ostsee. Dort stirbt ganz unerwartet Trudi, und ihr Mann bleibt tief getroffen alleine zurück. Schon bald wird ihm klar, dass seine Frau einst ihm zuliebe ihren Lebenstraum aufgab: den japanischen Butoh-Tanz. Schuldgefühle quälen ihn, und er begibt sich auf eine Reise nach Tokio, wo einer der Söhne arbeitet. Er durchstreift ziellos die Stadt, öffnet sich mehr und mehr der fremden Umgebung, ihren Gerüchen, Farben. Es ist die Zeit der Kirschblüte, und in einem Park trifft Rudi auf die junge Butoh-Tänzerin Yu, die stumm und selbstvergessen im Tanz ihrer Trauer um die verlorene Mutter Ausdruck verleiht. Als Yu Rudi in die von tiefer Innerlichkeit inspirierten Bewegungen des Tanzes einführt, erfährt er eine tiefe Nähe zu seiner verstorbenen Frau. Mit Yu reist er zum mystischen Fuji. Dort, im märchenhaften Licht einer Vollmondnacht, tanzt er in Trudis Kleidern in den Tod, näher und näher hin zu seiner verstorbenen Frau.
Ehe/Partnerschaft, Familie, Lebensqualität/Lebensstil, Sinnfrage, Sterben/Tod
Bemerkung: Sprache: Deutsch; zuschaltbare Untertitel für englische Dialoge; Untertitel für Hörgeschädigte; Hörfilmfassung für Blinde.
ab 16 DVS 197
Armin Völckers, Deutschland 2007
85 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
Leroy ist intelligent, höflich, gebildet, ein fleißiger Schüler und spielt Cello. Vielleicht ist er ein wenig schüchtern für seine siebzehn Jahre, aber das macht ihn nur umso liebenswerter. Und Leroy ist schwarz. Als er sich in die blonde Eva verliebt, wird seine Hautfarbe zum Problem. Auch für Eva. Ihr Vater ist Verbandsvorsitzender der örtlichen Rechtspartei und ihre fünf Brüder sind Nazi-Skins. Um für seine Liebe zu kämpfen, gründet Leroy eine Black-Power-Gang und zieht in den Kampf gegen die Nazi-Skins. Am Ende kommt ihm jedoch eine andere zündende Idee. Es gibt nur eins, das bislang alle Subkulturen bedroht: die Kommerzialisierung.
Freundschaft, Jugend, Liebe, Rassismus, Rechtsradikalismus, Spielfilme, Toleranz, Vorurteil
Bemerkung: Deutscher Filmpreis in Gold 2008.
ab 12 DVS 192
Dennis Gansel, Deutschland 2008
102 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
»Ihr seid also der Meinung, dass eine Diktatur heute in Deutschland nicht mehr möglich wäre?« - Der Gymnasiallehrer Rainer Wenger startet während einer Projektwoche zum Thema 'Staatsformen' einen Versuch, um den Schülern die Entstehung einer Diktatur begreiflich zu machen. Ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen. Was zunächst harmlos mit Begriffen wie Disziplin und Gemeinschaft beginnt, entwickelt sich binnen weniger Tage zu einer richtigen Bewegung. Der Name: DIE WELLE. Bereits am dritten Tag beginnen Schüler, Andersdenkende auszuschließen und zu drangsalieren. Als die Situation bei einem Wasserballturnier schließlich eskaliert, beschließt der Lehrer, das Experiment abzubrechen. Zu spät. DIE WELLE ist längst außer Kontrolle geraten. -- Auf einer zusätzlich beiliegenden DVD-ROM befinden sich Materialien zum Film und zum Vergleichsfilm "Das Experiment".
Anpassung, Ideologien, Jugend, Massenpsychologie, Nationalsozialismus
ab 14 DVS 199
Am Ende kommen Touristen
Regie: Robert Thalheim, Deutschland 2007
81 Min., f., Spielfilm, FSK: o. A.
Auf der anderen Seite
Regie: Fatih Akin, Deutschland 2007
120 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
Mondscheinkinder
Regie: Manuela Stacke, Deutschland 2005
87 Min., f., Spielfilm, FSK: o. A..
Paulas Geheimnis
Regie: Gernot Krää, Deutschland 2006
95 Min., f., Spielfilm, FSK: 6
Die Fälscher
Regie: Stefan Ruzowitzky, Deutschland/Österreich 2006
98 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
Ratatouille
Regie: Brad Bird, USA 2007
108 Min., f., Spielfilm, FSK: o. A.
Das Spiel mit dem Tod
Regie: Felix Müller, Deutschland 2005 - 2007
29 Min., FSK: -, empfohlen: ab 14 Jahren
Fair Trade
Regie: Michael Dreher, Deutschland / Marokko 2006
15 Min:, FSK: -, empfohlen : ab 14 Jahren
City Paradise
Regie: Ga¸lle Denis, Großbritanien 2003
6 Min, FSK: -, empfohlen: ab 14 Jahren
Wie im Himmel
Regie: Kay Pollak, Schweden 2004
132 Min., FSK: ab 12 Jahren, empfohlen: ab 14 Jahren
Die Wolke
Regie: Gregor Schnitzler, Deutschland 2005/2006
90 Min., FSK: ab 12 Jahren, empfohlen: ab 14 Jahren
Knallhart
Regie: Detlev Buck, Deutschland 2006
98 Min., FSK: ab 12 Jahren, empfohlen: ab 16 Jahren
Esmas Geheimnis - Grbavica
Regie: Jasmila Zbanic, Österreich, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Kroatien 2005
90 Min, FSK: ab 12 Jahren, empfohlen: ab 12 Jahren
Paul Gerhardt - Geh' aus mein Herz
Regie: Gerold Hofmann, Deutschland 2007
30 Min, FSK: -, empfohlen: ab 14 Jahren
Die große Stille
Regie: Philip Gröning, Deutschland/Schweiz 2002-2005
162 Min., FSK: -, empfohlen: ab 10 Jahren
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