Verfassung

© HkD. Leinwand und Projektion mit „OFFTEXT“, einer Videoinstallation von Christoph Girardet in der St. Johanniskirche zu Lüneburg

Dies war der 10. Aschermittwoch der Künste:

© S. Schmidt, Grafikdesign

 

In der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gibt es seit 1998 den „Aschermittwoch der Künste“. Im Mittelpunkt steht der Dialog von Kirche und Kunst.

 

Einladende sind das Landeskirchenamt der Landeskirche, die Hanns-Lilje-Stiftung, sowie die Beauftragte für Kunst und Kultur im Haus kirchlicher Dienste (zugleich auch verantwortlich für Konzept und Realisation).

Der X. "Aschermittwoch der Künste" präsentierte sich am 6. Februar 2008 mit einem Doppelprogramm:

© HkD. Filmleinwand in der St. Johanniskirche mit „Offtext“

 

 

„Du sollst Dir kein Bildnis machen ...“

Film.
Kunst.
Kirche.
Religion.

 

 

 Zum 10. Aschermittwoch wurde in voller Länge der Bibelfilm „King of Kings“ (1927) gezeigt.

Der Film ist bis auf die Zwischentitel und die dazugehörigen Musikfragmente vom Künstler Christoph Girardet vollständig gelöscht. Die Filmhandlung bleibt mit den aufflackernden Texttafeln, oftmals Bibelzitate, nur erahnbar. Emotional codierte Nicht-Bilder wecken Erwartungen.

Titel des Films ist:
OFFTEXT// Christoph Girardet// Videoinstallation mit Ton// Länge des loops: 120 Minuten//Jahr: 1997

Dieses Werk war dann Ausgangspunkt einer Diskussion:

© H. Merten. FilmexpertInnen im Gespräch

Teilnehmer waren:
Karsten Visarius, Leiter des Filmkulturellen Zentrums der EKD, Hannover, Christoph Girardet, Künstler, Bettina Steinbrügge, Medienspezialistin, Leiterin der Halle für Kunst in Lüneburg e.V., Dr. Julia Helmke als Kulturbeauftragte.


Im Gespräch ging es u.a. darum, die Ästhetik der Bilder in alten und neuen Inszenierungen wahrzunehmen, zu reflektieren und zu bewerten. Es ging weiter auch um die Unterbrechung und Störung des Bild-Sehens, die sich auf Unsichtbares konzentriert.

Enlighten. Eine Werkschau:

© HkD. This is the Story...

Im Scala Programmkino wurden 8 weitere Filme Girardets gezeigt und besprochen.

Dies besonders, um den Gästen des Aschermittwochs einen vertiefenden Einblick in das Gesamtwerk Girardets zu ermöglichen.

 

Gastkünstler: Christoph Girardet

© Chr. Girardet

 

 

 


„Found Footage“-Material, überwiegend aus Spielfilmen der Fünfziger- und Sechzigerjahre, dient Christoph Girardet als Ausgangspunkt für eine filmische Recherche.

Dabei werden von ihm Szenen und Bilder zunächst zerlegt und dekonstruiert, um sie dann in einer Weise neu zusammenzusetzen, die die eigentlichen Strukturen und die innere Mechanik des Gezeigten deutlich macht.

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