Gemeindebrief

© R. Reuper. Bildausschnitt aus der Bodeninstallation „Geborgene Räume" v. Henning Diers im Altarraum der Martinskirche/Nienburg-Weser

Dies war der 12. Aschermittwoch der Künste:

 ©: S. Schmidt. Grafikdesign

 

In der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gibt es seit 1998 den „Aschermittwoch der Künste“. Im Mittelpunkt steht der Dialog von Kirche und Kunst.

 

Einladende sind das Landeskirchenamt der Landeskirche, die Hanns-Lilje-Stiftung, sowie die Beauftragte für Kunst und Kultur im Haus kirchlicher Dienste (zugleich auch verantwortlich für Konzept und Realisation).

Gebauter Raum, geistlicher und geistiger Raum:

Jeder Kirchenraum ist ein besonderer Raum, nicht nur einer, sondern ein Vieles:
Er ist ein architektonisch gebauter Raum, mit einem Außen- und einem Innenraum. Er ist Teil eines städtebaulichen Konzeptes und ist in seinem Raumkonzept zugleich theologischen Prämissen und Funktionen verhaftet.

Er ist weiter ein architektonisch beständiger bleibender Ort und ist mit  seinem Innenraum auch ein bewegter Ort, bewegt von Menschen, von Erwartungen und Erfahrungen, von Gottesdienst und Glauben, von Wort und Klang. Der Raum ist ein Miteinander von Präsenz und dem Durchsichtigwerden von Transzendenz.
Er ist gebauter Raum, geistlicher und geistiger Raum.

Drei KünstlerInnen mit „3-Räumlichkeiten“:

Für die Herausforderung, diese „Drei-Räumlichkeit“ künstlerisch umzusetzen, haben drei KünstlerInnen den 12. Aschermittwoch mit-gestaltet, die sich dem Raum installativ und performativ näherten und in ihrem künstlerischen Konzept jeweils einen Aspekt besonders hervorhoben:

Ina Raschke mit ihrer Installation „Unsettled conditions # 2“ :

© J. Schulze. Die Gewölbeinstallation

 

  

Ina Raschke aus Bremen, Jahrgang 1982, Meisterschülerin von Prof. Yuji Takeoka (der beim Kirchentag 2009 in der Kulturkirche St. Stephani die Hauptinstallation im Innenraum gestaltet hat), hat sich mit einer stillen, zarten Arbeit mit der Decke des Kirchenraumes beschäftigt, die den Blick nach oben zieht ...

Henning Diers mit seiner Installation „Geborgene Räume“:

© J. Schulze. „Geborgene Räume“. Im Detail


Henning Diers ist in Nienburg ansässig und hat bereits mehrfach in Kirchen gearbeitet, seine installative substantielle Arbeit mit selbst geformten Ziegelsteinen bezieht sich auf den Boden, die Grundfesten und Umrisse eines Kirchenraumes ...

„Grundwege“ der Performance-Tänzerin Ursula Wagner:

© J. Schulze. Ursula Wagner; Performance

  

Ursula Wagner, mit einer langjährigen Erfahrung in Raumstrukturen, hat mit ihrer Performance „Grundwege“ zu Beginn des Aschermittwochs der Künste die Aufmerksamkeit auf den Kirchenplatz gelenkt, die Aschermittwoch-Gäste wurden in Bewegung und ins Thema gebracht mit einem gemeinsamem Weg um die gesamte Kirche und einem gestalteten Übergang von Außen nach Innen, von Performance zu Installation. Weiter waren beteiligt: Burkhard Scheller (Objekte), Andreas Burckhardt, Willi Hanne und Hans Wendt (Musik)...

 

Wir danken für die freundliche Kooperation und Gastfreundschaft:

©: G. Lechtape/Nienburg

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Förderpartner:

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Sie fördert in evangelischer Verantwortung den Dialog von Kirche und Theologie mit Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Kunst und Politik.

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© M. Kunze. Ursula Wagner. Tanzkunst

Die Tanzkünslerin Ursula Wagner in ihrer Tanzperformance „Gundwege“ vor der Martinskirche.