Gemeindebrief

© HkD. Aschermittwoch der Künste 2011. Thema war „ Existenz und Raum“ anläßlich der Alberto Giacometti Retrospektive im Kunstmuseum/Wolfsburg

Dies war der 13. Aschermittwoch der Künste:

© S. Schmidt, Grafikdesign

 

In der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gibt es seit 1998 den „Aschermittwoch der Künste“. Im Mittelpunkt steht der Dialog von Kirche und Kunst.

 

Einladende sind das Landeskirchenamt der Landeskirche, die Hanns-Lilje-Stiftung, sowie die Beauftragte für Kunst und Kultur im Haus kirchlicher Dienste (zugleich auch verantwortlich für Konzept und Realisation).

„Alberto Giacometti. Der Ursprung des Raumes“.

Das Kunstmuseum Wolfsburg präsentierte das reife Werk des Bildhauers Alberto Giacometti in einem umfassenden Überblick. Rund 60 Skulpturen und 30 Gemälde sowie einige Zeichnungen werden auf rund 2.000 qm Ausstellungsfläche inszeniert:

„Alberto Giacometti. Der Ursprung des Raumes“.
Diese außergewöhnliche Ausstellung (die am 6. März 2011 endete) nahmen wir zum Anlass, schon am 23. Februar 2011 einen „verfrühten“ Aschermittwoch zu begehen.

„Der Raum existiert nicht, man muss ihn schaffen ...“

© Chr. Weisker. Dialoge

 

Das Programm des 13. Aschermittwochs konzentrierte sich auf das Thema:

„Existenz und Raum“.

 

 


Im Bild: Dr. Julia Helmke vor den Gästen des Aschermittwochs im Dilaog mit Superintendent Hans-Joachim Lenke /Kirchenkreis Wolfsburg und Ute Lefahrt-Polland Visuelle Bildung/Kunstmuseum Wolfsburg.

Dr. Julia Helmke führte aus:
„Der Raum existiert nicht, man muss ihn schaffen. (...) Jede Skulptur, die vom Raum ausgeht als existiere er, ist falsch, es gibt nur die Illusion des Raumes.“ Dieses Zitat Alberto Giacomettis (A.G. 1949), dass der Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg vorangestellt wird, fordert uns als Christ/inn/en und Theolog/inn/en zutiefst heraus: Wer schafft den Raum – Gott oder der Mensch? Ist die Schöpfung, der Raum, der uns umgibt, nur eine Illusion oder eine gottgeschenkte Realität? ...

„Räumlich glaubet der Mensch“ – in den vergangenen Jahren wird gesamtgesellschaftlich und auch in der Theologie der Begriff des „Raumes“ immer wichtiger...

... Kirchen-Räume gewinnen an Bedeutung, es geht um Frei-Räume und Räume der Begegnung, um „heilige“ Räume und die Schwierigkeit in Parallelgesellschaften gemeinsame Lebensräume zu schaffen und zu erhalten.“

 

Arbeitshilfe: „Raum und Existenz... Annäherungen an Alberto Giacometti“

Besonders hinweisen möchten wir Kirchengemeinden und Interessierte auf die Arbeitshilfe:

„Raum und Existenz. Kunsthistorische und biblisch-theologische Annäherungen an Alberto Giacometti“:

Neben drei (Bild-) Begegnungen zwischen Bibel und Skulptur finden Sie darin eine weitere Anregung zur Bibelarbeit und Informationen zu Giacometti.

Nutzen Sie das (Bild-) Material für Ihre Gemeindearbeit, im Gottesdienst und/oder zu Ihrer persönlichen Vertiefung und Information.

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