Dies war der 17. Aschermittwoch der Künste:

F. K. Waechter. © Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst

Die geladenen 180 Gäste des 17. Aschermittwochs der Künste blickten auf  das Thema: Bild.Kritik

„Bild.Kritik“ ist für die evangelische Kirche weit mehr als der Blick in die Vergangenheit. Die Frage nach dem Umgang mit Bildern verbindet aktuelle gesellschaftliche und religiöse Fragestellungen, und gerade Karikatur und kritische Zeichenkunst haben immer wieder die Grenzen und Möglichkeiten religiöser Toleranz getestet, infrage gestellt und erweitert.

Sie zeugen von der Macht des Bildes, der Kraft von Kritik und dem, was Menschen existienziell mit Glauben und Kultur verbindet.

Der 17. Aschermittwoch im Themenjahr "Reformation und Bild":

Die Freiheit des Bildes im Mittelpunkt der Debatten und Ansichten © J. Schulze

Im Rahmen der Lutherdekade hin auf das Reformationsjubiläum in 2017 gibt es in jedem Jahr einen Themenschwerpunkt, der ein wichtiges Thema der Reformation mit Wirkungen für die Gegenwart beleuchtet. 2015 ist dies „Reformation und Bild“.

Die Reformation war auch eine Medien- und Bilderrevolution. Eine neue Wort- und Bildsprache entstand, und so bleibt die Frage: Welche Bilder findet der Glaube heute und wie werden die Botschaften des Glaubens durch Medien, Bild und Sprache vermittelt?  Ein bevorzugtes Medium, um die Glaubensbotschaft zu verkünden und auf Missstände des „alten“ Glaubens hinzuweisen, waren Flugblätter und Karikaturen. 

Der 17. Aschermittwoch fand an einem sinnfälligen Ort statt:
Mit seiner renommierten Karikaturensammlung ist das  Deutsche Museum für Karikatur und Zeichenkunst mehr als nur der Kultur- und Kooperationspartner zum 17. Aschermittwoch. Das Haus ist Dialogpartner und stellte zugleich den inhaltlich-sachgemäßen Rahmen für Debatten und Ansichten zum Thema "Bild.Kritik" dar. 

Die Frage von Karikatur und Grenzüberschreitung:

180 Gäste werden durch Dr. Julia Helmke begrüßt © J. Schulze

 

So Dr. Julia Helmke, als Kulturbeauftragte, in ihrer Begrüßung der Gäste:

"... Auf jeden Fall geht es darum, Grenzen neu zu vermessen, auszuloten: zwischen Bild und Wort, Kirche und Gesellschaft, Glaube und Blasphemie. Dass dieses Thema beileibe nicht in der Vergangenheit anzusiedeln ist, ja wie leidvoll aktuell das Thema Karikatur im Spannungsfeld von Religion und Gesellschaft ist, haben uns die Ereignisse der letzten Wochen vor Augen geführt und werden uns m. E. auch noch länger in Atem halten ..."

Wir danken für die freundliche Kooperation:

© Museum Wilhelm Busch

Direkt zum Museum

 
Der 17. Aschermittwoch 2015. © HkD

Dialogpodium im Mittelpunkt:

Das Podium, umrahmt von Karikaturen, diskutiert © J. Schulze

Mit folgenden Gästen zum Thema „Wozu Bilder? Wozu Kritik? :

Dr. Gisela Vetter-Liebenow, Direktorin des Wilhelm-Busch-Museums

Dr. Stephanie Springer, Präsidentin des Landeskirchenamtes

Dr. Philipp Stoellger, Professor für Systematische Theologie und Leiter des Instituts für Ikonologie, Rostock

Dr. Wolfgang Ullrich, Professor für Kunstwissenschaft, Karlsruhe

Moderation: Dr. Stephan Schaede/Direktor der Ev. Akademie Loccum

Unser Förderpartner:

Die Stiftung

Unser Veranstaltungspartner:

Ev. Akademie Loccum