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© Dr. Matthias Surall. Silke Lüdecke; Künstlerin der Gruppe "Die Wilderers"

Die Wilderers

„Weil wir so wild malen!"

Jenny Kriszio malt eine Halloween-Party. Silke Lüdecke mischt leuchtendes Orange für einen Regenbogen. Hans Joachim Teske zeichnet mit schwarzem Stift Szenen nach dem Mauerfall am Brandenburger Tor.

Ein Besuch bei den „Wilderers“. Jenny Kriszio, Silke Lüdecke und HaJo Teske sind drei von acht Mitgliedern der Künstler*innengruppe. Sie arbeiten in den proWerkstätten der Diakonie Himmelsthür nahe Hildesheim. Seit 1993 besteht die Gruppe und hat sich mit zahlreichen Ausstellungen und Projekten einen Namen gemacht, so 2010 mit einer Ausstellung im Landesmuseum Hannover.

2006 hat der damalige Ministerpräsident Christian Wulff  in seinem Arbeitszimmer einen Chagall gegen ein Bild von Silke Lüdecke getauscht.

Gelebte Inklusion

Die Kunstpädagogin und Eventmanagerin Almut Heimann betreut die Gruppe seit 2002: "Die Wilderers offenbaren sich in ihrer Arbeit. Sie öffnen Augen und Herzen. Sie leben Inklusion."
Im Sommer 2017 ist die Gruppe umgezogen. Im Bürgerhaus der Stadt Hildesheim bekommen die Wilderers ein großes Atelier mit integrierter Galerie und werden zukünftig ausschließlich als Künstler*innen arbeiten. Die Gruppe wird erweitert. Neue Mitglieder können hinzu kommen. Den Geist der Wilderers bringt Silke Lüdecke, die Poetin der Gruppe, auf den Punkt: „Wir sind die Wilderers – weil wir so wild malen!“

Mehr über die Wilderers

In ihrem Atelier auf dem Gelände der Diakonie entstehen Werke verschiedener Stilrichtungen und Genres: Ausdrucksstarke Porträts, abstrakte Landschaftsmalerei oder bunte Comics. Intuitiv, unvermittelt und impulsiv arbeiten die Wilderers - mit einem ausgeprägten Empfinden für den je eigenen Stil und einem feinen Sensorium für ihre Gefühlswelten, die in den Bildern Ausdruck finden. Auch Elemente ihres persönlichen Glaubens lassen die Künstler*innen in ihre Werke einfließen