© HkD. Aschermittwoch 2009. "Mahlgemeinschaft“ mit dem Künstler Dieter Froehlich im Kunstverein Hannover

Dies war der 11. Aschermittwoch der Künste:

 

 

In der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gibt es seit 1998 den Aschermittwoch der Künste. Im Mittelpunkt steht der Dialog von Kirche und Kunst.

Einladende sind das Landeskirchenamt der Landeskirche, die Hanns-Lilje-Stiftung sowie die Beauftragte für Kunst und Kultur im Haus kirchlicher Dienste (zugleich auch verantwortlich für Konzept und Realisation).

Dieter Froelich mit seiner Restauration a.a.O.

Im Mittelpunkt stand ein Gastmahl, das Dieter Froelich mit seiner Restauration a.a.O. bereitete.

Zu Beginn der Passions- und Fastenzeit sollen Anknüpfungspunkte und Verbindungen zwischen biblischen Mahlgemeinschaften und gegenwärtigem Gemeinschaftsmahl, im Miteinander einer Tafel zwischen den Künsten und der Kirche, gesucht werden.

Dieter Froelich versteht seine Restauration als Wiederherstellung und als Gedankengebäude zu unterschiedlichen Zeiten und an vielen mögichen Orten.

Dr. Julia Helmke führt aus, dass „Gast-Sein“ ein Zusammentreffen von menschlicher Notwendigkeit und subjektiver künstlerischer Gestaltung sei.

Brennsuppe, Fischwürstchen und Mandelsulz

Diese ungewöhnlichen Speisen wurden serviert beim 11. Aschermittwoch der Künste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

An zwei langen Tafeln bewirtete Künstler und Koch Dieter Froelich die Anwesenden mit seiner "Restauration a.a.O.“, einem Speiselokal ohne festen Ort. Mitten in den Räumlichkeiten des gastgebenden Kunstvereins Hannover.

Die Gäste des 11. Aschermittwoch wurden selbst zum Kunstwerk

Kochen als Kunst?
Im Begleitheft zum Aschermittwoch der Künste weist Dieter Froelich auf eine lange Tradition dieser Kunstrichtung hin und meint:
„Nahrungszubereitung ist, wie jede Kulturleistung, Formulierung von Weltsicht und Weltverständnis.“
Einfache Speisen, basierend auf jahrhundertealte Rezepte, standen an diesem Aschermittwoch auf dem Menüplan. So wird die „Brennsuppe“ aus Mehlschwitze und Wasser zubereitet, der „Mandelsulz“ ist gelierte, mit Mandeln aromatisierte Ziegenmilch mit Sahne.

Unser Gastkünstler

Dieter Froelich:
Einen Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit als „Restauration“ zu bezeichnen ist ein Wagnis, das der in Hannover lebende Plastiker Froelich bewusst eingeht.
Restauration ist ein geschichtsphilososophisch seit dem 19. Jhd. fast durchgehend negativ geprägter Begriff, assoziiert mit Schwere und reaktionärer Rückständigkeit; zugleich steht er für eine Speisegaststätte, die ganz keck nicht nur ein Restaurant, sondern eine Restauration sein will.

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Dank für die Kooperation