© M. Eberstein. Gespräche zwischen Theologie, bildender und darstellender Kunst. St. Marien, Osnabrück 2006

Dies war der 8. Aschermittwoch der Künste:

Theaterdialoge

 

In der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gibt es seit 1998 den Aschermittwoch der Künste. Im Mittelpunkt steht der Dialog von Kirche und Kunst.

Einladende sind das Landeskirchenamt der Landeskirche, die Hanns-Lilje-Stiftung,sowie die Beauftragte für Kunst und Kultur im Haus kirchlicher Dienste (zugleich auch verantwortlich für Konzept und Realisation).

Fluchen und Segnen

 

Der Aschermittwoch der Künste hat seinen üblichen Orte verlassen. Nach sieben Jahren in Hannover fand das jährliche Treffen der Kunstinteressierten aus der Landeskirche 2006 in der St. Marienkirche,Osnabrück statt.

Unter der Überschrift "Fluchen und Segnen“ bot das Arbeitsfeld Kunst und Kultur im Haus kirchlicher Dienste in Hannover, gemeinsam mit der Hanns-Lilje-Stiftung und kirchlichen wie künstlerischen Kooperationspartnern vor Ort, dem Publikum ein reichhaltiges Programm.

 

 

Faust schleudert hier im Bild seine Worte zwischen Lesepult, Abendmahlstisch und hoch aufragender Kanzel. Fragend schweifen seine Blicke umher. Er reckt seine Arme in das triumphale Kreuzgewölbe. Seine Worte bedrängen die starren Figuren am Altar, durchbrechen ihre ewige Bildfolge. Faust: fremd, fragend, wühlend: „...dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält!“

Impressionen aus 3 Werken

Rund 150 Besucher verfolgten Interpretationen aus "Faust I“, "Mutter Courage“ und "Nabucco“ im Altarraum der imposanten gotischen Marienkirche.
Gerahmt von biblischen Fluch- und Segenstexten ergaben die Theatersequenzen eine spannungsvolle Collage.

Das Podium erörtert

„Fluchen und Segnen“ - Spuren in Kunst und Kirche:
Moderiert von der früheren ARTE-Redakteurin und Leiterin des NDR-Studios Osnabrück, Waltraud Luschny, sitzen hier am Podium:

Der Intendant des Theaters Osnabrück, André Lindhorst, als Direktor der Kunsthalle Dominikanerkirche; Dr. Jürgen Fitschen, Direktor des Gerhard-Marcks-Hauses in Bremen sowie Dr. Julia Helmke, als Kulturbeauftragte aus dem Haus kirchlicher Dienste in Hannover.